Messehallen und Südfoyer*

Ende des 20. Jahrhunderts nahm die Nachfrage an Messen stark zu, weshalb die Stadt Münster im Jahre 1988 in eine umfangreiche Grundstückserweiterung investierte. Zwei Jahre nachdem die neuen Grundstücke erworben wurden, läutete ein neues, dreistöckiges Verwaltungsgebäude die Flut an Umbaumaßnahmen ein.

Direkt nach dem Abriss der alten Viehmarkthalle wurde 1995 mit dem Bau der Messehallen Nord und Mitte begonnen. Zur Überbrückung zogen die Viehversteigerungen, die immer seltener stattfanden, in die alten Gebäude auf dem ehemaligen Hupfergelände und in die Zentralhallen nach Hamm. Die Messehallen Nord und Mitte – beide ca. 5.000 m² groß – wurden durch den Bau des Forums Nord verbunden. Ebenso entstand zu der Zeit bereits das Forum Süd, an dessen Südseite später die Messehalle Süd gebaut wurde. Beide Foren umfassen jeweils 670 m² und übernehmen bis heute die Funktion separater Zugänge zu den Messehallen. Darüber hinaus stellen sie die funktionellen Verknüpfungen der Messehallen untereinander da.

Im Jahre 1999 begann man mit den Bauarbeiten eines weiteren an die Große Halle angrenzenden Foyers, welches bereits seit 10 Jahren geplant war. Neben dem zuvor bereits bestehenden Nordfoyer kam auf der Südseite nun noch das sogenannte Südfoyer hinzu. Dieses dient seither nicht nur als zusätzliches Foyer für die Große Halle, sondern auch als Verbindungstrakt zwischen dem Congress Centrum und der Messehalle Mitte.

Im Jahre 2002 wurde dann die Messehalle Süd mit ebenfalls ca. 5.000 m² fertiggestellt. In ihrem separaten Anbau finden bis heute Viehversteigerungen der Verbände statt.

Die Messehallen Nord und Süd sind als reine Messe- bzw. Ausstellungshallen konzipiert. Die Messehalle Mitte hingegen ist mit ihrer Deckenhöhe von elf Metern und einer Decklast von bis zu 30 Tonnen neben Messen und Ausstellungen auch für Konzerte mit bis zu 11.000 Personen und sonstige Veranstaltungen nutzbar. Hier haben bereits Konzerte von Künstlern wie Blink 182 und Andreas Bourani, die Weltmeisterschaften im Volleyball sowie Fernsehshows wie „Wetten, dass …?“ stattgefunden.

* vgl. insgesamt auch „Die Halle Münsterland 1926 bis 2001“ von Christa Wilbrand.