Axel Prahl und sein Inselorchester
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11.03.12
20.00-23.00 Uhr
18.30 Uhr
31,50 - 48,00 €
 
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Bild zu: Axel Prahl und sein Inselorchester


"Blick aufs Mehr"


Wenn Axel Prahl - der medial Traumquoten erzielt und von der Kritik wie vom Boulevard Traumnoten bekommt - nun zur Gitarre und zum Mikrophon greift, hat das nichts mit dem Wunsch nach öffentlicher Abrundung seiner Karriere zu tun: Es ist einzig, einem bislang, leider sträflich vernachlässigtem Bestandteil des eigenen Lebensentwurfes geschuldet.

Als Achtjähriger bekam er die erste Gitarre aus einem schwachbunten Quelle-Katalog, als Dreizehnjähriger träumte er davon, mal eine Schallplatte zu machen, als junger Mann versucht er sein Glück mit einem Musikstudium auf Lehramt in Kiel, um es dann doch zunächst lieber als Straßenmusikant in Spanien finden zu wollen.

Nun ist es soweit. Axel Prahl bringt, 51 jährig, sein erstes Album „Blick aufs Mehr“ uns zu Gehör. Doch er singt nicht irgendwas! Er interpretiert nicht Brel neu oder Brecht anders, singt keinen Swing oder Schlager der zwanziger Jahre, nicht Rio Reiser, den er sehr schätzt, oder Hans Albers, nein: Prahl singt Prahl.

Er singt, was aus der eigenen Feder und dem eigenen Erleben entsprungen ist - mit Blick aufs Mehr.

Seine Band ist ein kleines handverlesenes Orchester von neun Musikern, die in der deutschen Rock-, Jazz - und Klassikszene einen klangvollen Namen und eine Menge Erfahrung einzubringen haben. Allen voran Danny Dziuk, der das Ansehen von Stoppok und jenes von Annett Louisan befördert hat, aber auch der Beliebtheit von Hauptkommissar Frank Thiel - eher unbemerkt - mit einige Musiken in der Tatort-Historie unaufdringlich behilflich war.

Der Musiker Prahl räsoniert (mit „Blick aufs Mehr“) und randaliert (als „Cosmopolitano“), säuselt und seufzt („Wieso bist du immer noch da?“). Er ist bissig bis blauäugig brav, rührt, verführt und taucht (als “Wilde Welle“) uns in ein höchst vergnügliches, heiß-kaltes Wechselbad der Gefühle.

Prahl und seine Musiker verzaubern uns mit einer atemberaubenden Melange musikalischer Stilmittel, was so gar nicht beliebig ist.

Allein, dass man Axel Prahls unvermutet zart-zerbrechlichen Schmelz in seiner Stimme und deren Modulationsfähigkeit erst jetzt zu hören bekommt, ist zwar irgendwie ärgerlich, aber nun - Dank Album und einigen Konzerten - auch wieder tröstlich zugleich.

 

Ort

Congress Saal
(Änderungen vorbehalten)
 

Zusatzinformationen

Veranstalter:
BuschFunk Musikverlag GmbH, Berlin

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